Babyhaut ist besonders

Wie der gesamte Organismus deine Kindes, so ist auch die Haut deines Kindes noch in der Entwicklung. Sie unterscheidet sich deshalb in einigen wesentlichen Eigenschaften von der Erwachsenenhaut, und bis sie alle ihre Aufgaben wahrnehmen kann, vergehen noch viele Monate. In dieser Zeit reagiert sie auf Umwelteinflüsse, insbesondere auf reizende Stoffe wie Urin und Stuhl, sensibel und benötigt besonders liebevolle Pflege.

• Die oberste Schicht, die so genannte Hornschicht, ist bei Babys weit durchlässiger als bei Erwachsenen. Ihre Zellen sind kleiner und lockerer miteinander verbunden. Dadurch geht Feuchtigkeit leichter verloren, Bakterien können schneller eindringen. Auch auf mechanische Reize, etwa ein scheuerndes Windelbündchen, reagiert die Haut deines Babys viel sensibler als deine eigene.

• Die Talgdrüsen der Babyhaut sind noch im „Ruhemodus“. Sie produzieren noch kaum ölig-fettige Substanzen, so genannte Lipide, die die Haut vor dem Austrocknen schützen und helfen, den körpereigenen Säureschutzmantel zu errichten. Dieser wird gebraucht, um das Wachstum von Bakterien zu hemmen.

 

Die wichtigsten Regeln für einen samtweichen Baby-Po

• Alle zwei bis drei Stunden sollte die Windel gewechselt werden. So bleibt der zarte Po deines Babys weitgehend trocken und sauber.

• Wichtig bei jedem Windelwechsel ist eine sorgfältige Reinigung: Entferne  Stuhlreste mit viel lauwarmem Wasser oder auch mit einer milden Waschlotion oder Öl, sanft und ohne Rubbeln. Praktisch vor allem für unterwegs sind spezielle Feuchttücher ohne Parfum und ohne Konservierungsstoffe. Wasser und Seife trocknen dagegen die Haut aus und zerstören so die natürliche Schutzfunktion der Haut.

• Um wunden Stellen und Rötungen vorzubeugen, trägst du eine dünne Schicht Wundschutzcreme auf – einmal am Tag reicht. Bei Durchfall solltest du  häufiger cremen.

• Manchmal entzündet sich trotz guter Pflege die zarte Haut. Tragen Sie bei den ersten Anzeichen einer Entzündung eine Extraportion Wundschutzcreme auf.

Was sonst noch hilft

• Das Baby öfter mal „unten ohne“ strampeln lassen. Frische Luft tut der Haut gut. Lege dein Baby auf eine Decke, achte darauf, dass der Raum gut gelüftet und warm ist.

• Vorsicht: Verzichte darauf, den Babypopo trocken zu föhnen. Die heiße Luft trocknet die Babyhaut aus. Es kann sogar zu Verbrennungen kommen, wenn der Föhn dem Po zu nahe kommt. Bei Jungen kann ein Pipistrahl einen Stromstoß auslösen.

Glatt, rosig und schmuseweich ist er, der Babypopo

Doch in der Windel kann die rosige Haut schnell feuerrot und wund werden. Denn hier herrscht „Treibhausklima“. Es ist warm und feucht und kein Lufthauch dringt durch das dicke Windelpolster – ideale Lebensbedingungen für Krankheitskeime, die sich im Urin und Stuhl tummeln. Von dort aus greifen sie die empfindliche Babyhaut an und sorgen für juckende, brennende und manchmal sogar nässende Wunden. Windeldermatitis heißt der medizinische Fachbegriff für die entzündete Haut.

 

Sorgfältige Pflege kann Windeldermatitis verhindern

Richtige Pflege unterstützt die bei Säuglingen noch nicht vollständig aufgebaute Hautbarriere und hilft so, dem Windelklima Widerstand zu bieten.

 

Woran erkenne ich eine gute Wundschutzcreme?

Eine gute Wundschutzcreme enthält pflegende und schützende Substanzen, insbesondere Zinkoxyd. Ein hoher Anteil an Zinkoxyd fördert die Wundheilung, lindert Jucken und Brennen und trocknet feuchte Hautstellen ab. Damit wird Krankheitserregern die Lebensgrundlage entzogen. Gute Wundschutzcremes sind natürlich frei von Konservierungsstoffen und lassen sich aufgrund ihrer angenehmen Konsistenz ohne großes Reiben sanft verteilen. Lebertran macht die Creme geschmeidig und wird als Hilfsstoff bei Zinksalben eingesetzt, damit man die Salbe besser auftragen und verteilen kann.

 

Schnelle Hilfe auf Rezept

Ist Babys Po bereits feuerrot, juckt und brennt, solltest du dein Kind dem Kinder- und Jugendarzt vorstellen. Er kann eine spezielle Wundschutzcreme verschreiben. Mit dem Rezept erstattet die Krankenkasse die Kosten für die Creme, sofern der Patient jünger als zwölf Jahre ist. Ohne Rezept ist die Creme auch erhältlich, die Kosten werden dann aber nicht von der Krankenkasse übernommen.

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